Nylon- oder Leder-Hundehalsbänder – mehr als nur eine Geschmacksfrage

6. Mai 2010 | Hundehalsband, Ratgeber

Der alte Streit unter Hundehaltern, die einen schwören auf Halsbänder aus Leder, die anderen aus Nylon. Dabei entscheiden hierbei nicht nur der Geschmack, sondern auch ganz handfeste Argumente, für welches Material man sich entscheiden sollte.

Runde 1: Verstellmöglichkeiten

Ein Hundehalsband aus Leder hat immer nur eine begrenzte Verstellmöglichkeit zwischen 3 und 5 Stufen und ist damit eher ein maßgeschneiderter, passgenauer Anzug den ein Allround-Halsband. Insbesondere aufwendig gearbeitete Leder-Halsbänder wie das Halsband Swiss oder die Sioux-Halsung sind in der Mitte breiter und können daher selbst mit einer Lochzange nur bedingt angepasst werden. Daher beim Kauf unbedingt genau messen, am besten mit unseren Hundehalsband-Maßband. Nylon-Hundehalsbänder hingegen sind meistens stufenlos und beinnahe beliebig von bis verstellbar und bieten den perfekten Sitz, auch mit Winterfell oder Sommerrasur und sind daher sehr flexibel und auch dann einsetzbar, wenn der Hund z.B. noch nicht ausgewachsen ist.

Daher geht die erste Runde an das Nylon-Hundehalsband, weil es deutlich flexibler und einfacher zu bestellen ist, in der Regel gibt es hier nur 3 Grössen (S, M und L), im Gegensatz zu 5-10 Lederhalsband-Grössen.

Runde 2: Optik

Optik ist natürlich immer auch etwas Geschmackssache: Bis auf die bunten Krazy-Halsbänder sind Nylonhalsbänder in der Regel die schlichtere Wahl, kein Schnickschnack und pure Funktion ist das Motto. Dem entgegen stehen die oft sehr aufwendig und mit vielen Details verzierten Lederhalsbänder, Leder-Halsungen wie das Bonanza können oft kleine Kunstwerke sein, die edel und hochwertig daher kommen und jeden Hundehals schmücken.

Diese Runde verbuchen die Leder-Halsungen für sich, den hier gibt es etwas für jeden Geschmack und eine sehr große Auswahl. Darüber hinaus tut die kräftige Lederoptik ihr übriges.

Runde 3: Haltbarkeit

Da schenken sich beide Halsband-Arten nicht viel: Nylongurt wie Leder sind gleichermaßen robust und abriebsfest. Besonders aufwendige Schmuck-Hundehalsbänder sind natürlich empfindlicher, aber ein gut verarbeitetes Halsband wie da El Paso kann auch härter Benutzung einiges ab – dem stehen die Nylonhalsbänder in nichts nach, lediglich die Farbe kann hier nach einiger Zeit verblassen, Lederhalsbänder bleiben hingegen mit etwas Öl und gelegentlicher Pflege auch über Jahre hinweg wirklich schön.

Knapper Punktsieg für die Leder-Halsbänder, die ob ihrer Langlebigkeit die Nase geringfügig vorn haben.

Runde 4: Preis

Es gibt natürlich günstige Leder-Einstiegshalsbänder für unter 15€, aber die Nylon-Kollegen beginnen hier oft schon im 5€ Bereich und das zu sehr guter Qualität. Da gibt’s kein Rütteln und kein Schütteln, den Preiskampf gewinnen die Nylon-Hundehalsbänder.

Runde 5: Reinigung und Handling

Wie in Runde 3 gesehen, können beide Arten einiges ab, Leder ist hier aber etwas pflegeintensiver und muss besonders nach nassen, dreckigen Spaziergängen sorgfältiger gereinigt werden und sollte feucht keiner großen Hitze ausgesetzt werden, da es sonst spröde und rissig werden kann. Gerade aufwendige Lederhalsbänder mit vielen Verzierungen und Aufsätzen sind darüber hinaus aufwendig und schwierig zu reinigen, dem entgegen stehen die Nyloner, die hebt man unter fließend Wasser, rubbelt den Dreck weg und hängt das gute Stück zu trocknen auf: Schnell und unkompliziert.

Ein klarer Sieg für die Nylon-Vertreter.

Fazit

Welches Halsband für welchen Hund, das will gut überlegt sein und hängt nicht nur vom persönlichen Geschmack ab. Preis, Einsatzgebiet und persönliche Gepflogenheiten bestimmen bereits im Vorfeld ob es Leder oder Nylon sein soll. Die Nylon-Hundehalsbänder gewinnen zwar mit einer Nasenlänge 3:2 gegen Ihre Leder-Cousins, aber etwas exklusives zu besitzen war schon immer etwas aufwendiger, dafür sind Leder-Hundehalsbänder treue Begleiter, die einem über viele, viele Jahre Freude bereiten und außerdem sehen sie sehr gut aus.

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