Die Starken müssen den Schwachen helfen – Hunde in Not

28. Oktober 2009 | Allgemeines

Ein persönlicher Kommentar: Was nach Robin Hood klingt war einst Common-Sense unserer Gesellschaft. Aber in einer Gesellschaft, in der zunehmend der Egoismus als Tugend und soziales Engagement als Schwäche deklariert wird, leiden insbesondere die am schlimmsten, die keine eigene Stimme haben, keine milliardenschwere Lobby, keine 15min TV-Ruhm und oft als notwendiges Übel oder gar als lästig empfunden werden.

Berthold Auerbach sagte dazu bereits 1812 „Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere behandeln!“.

Die Luftbrücke für Hunde e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hunde aus Tötungsstationen in Mallorca zu retten. Wer die Seite des Vereins zum Thema „Hundeelend“ aufruft und damit das „alltägliche“ Leiden und „verrecken“ auf Mallorca und in weiten Teilen Spaniens erfährt, der kann nur schwer fassen, mit welcher Gleichgültigkeit hier lebende, fühlende Geschöpfe misshandelt und als Abfall behandelt werden. Es kann wirklich nicht weit her mit unserer so modernen, aufgeklärten Gesellschaft sein, wenn Hunde halbtot geprügelt werden, anschließend mit Draht erdrosselt und zum sterben als blutiges Häuflein Elend im Mühlcontainer entsorgt werden. Überzeichnet? Vielmehr ein wahrer Tatsachenbericht einer Luftbrücke für Hunde Mitarbeiterin, die den Hund zufällig im Müllcontainer vorfand und ihm das Leben rettete.

Aber wie so oft kämpfen gerade die Vereine, die nicht im Rampenlicht der Presse und der Medien stehen mit einem minimalen, finanziellen Budget, im Falle der Luftbrücke für Hunde damit gleichbedeutend um das Leben jedes einzelnen Hundes, der aus der Tötungsstation in ein neues, lebenswürdiges Dasein nach Deutschland gerettet werden kann.
Und weil reden Silber aber in diesem Fall handeln Gold ist, haben wir dem Verein eine Spende zukommen lassen und werden ab nächstem Jahr in Form von Patenschaften versuchen, noch mehr zu leisten. Das ist sicher nichts großes, aber wenn mehr und mehr Menschen einen kleinen Beitrag leisten ohne wirklich auf etwas verzichten zu müssen, macht das bereits für eine vielzahl von Hunden den Unterschied zwischen leben und sterben.

Wer mehr über den Verein und seine Tätigkeiten erfahren möchte klickt einfach hier oder meldet sich direkt bei Frau Gerhardt um sich selbst ein Bild über die Lage zu machen.

Tags: Hundeelend, Spanien, Tötungsstation

9 Comments to Die Starken müssen den Schwachen helfen – Hunde in Not

maxe
28. Oktober 2009

eine weitere Möglichkeit zu helfen sind auch flugpaten. hierbei fallen dem reisenden keine extra kosten an. man muss lediglich einen hund als versandstück abgeben (hört sich komisch an) und am zielort wieder abholen.

Nadine
28. Oktober 2009

Der Verein war mir bisher unbekannt – wirklich furchtbar, was dort passiert. Ich werde den Link im Freudeskreis einmal verteilen.

trampeltier
30. Oktober 2009

puh, harter tobak. hab den ink im sellerforum gesehen und kannte den Verein bisher auch nicht. ich frage mich allerdings, warum die ganzen tierschutzvereine ihre power nicht bündeln und verstärkt medienkampagnen fahren? das muss doch vermehrt ins bewusstsein der menschen gerade im hinblick auf die Flugpatengeschichte (die ich bisher auch nicht kannte)!

Dennis
30. Oktober 2009

@Maxe: Das mit der Flugpatenschaft ist ein guter Hinweis, man selbst hat keine Mehrkosten und nur einen minimalen Mehraufwand, kann damit aber sehr helfen.

Nadine
31. Oktober 2009

@Dennis: finde es aber trotzdem toll, daß ihr auf den verein aufmerksam macht!

Fada
13. Januar 2010

Wir haben auch so einen Hund aus Spanien

Kerstin
3. Februar 2010

Ja diese Flugpatenschaft ist eine tolle Sache! Werde mich da auch anmelden, wenn ich in den Urlaub fahre!

http://www.flugpate.com

Anika
17. August 2010

Den Verein kannte ich bisher auch noch nicht, die Geschichten dahinter allerdings leider schon. Betrifft auch nicht nur Hunde, sondern auch Katzen, und auch nicht nur Spanien, leider. Was in anderen Ländern alltäglich ist, können wir uns oft kaum in den schlimmsten Alpträumen vorstellen. 🙁

[…] ich bereits 2009 ein Plädoyer für die Luftbrücke gehalten habe, möchte ich dieser Tage einmal das Interesse auf einen weiteren Verein lenken: Das […]

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