5 wichtige Eigenschaften guter Leinen für Hunde, Teil I

1. Mai 2010 | Hundeleine

Leinen? Das kann doch nicht so schwer sein! Dabei gibt es bei Hundeleinen allerhand Unterschiede und nicht jede Leine ist für jeden Hund, jedes Herrchen/Frauchen gleichermaßen geeignet. Es gibt dutzende Formen, Materialien und Arten von Leinen und hier möchten wir Ihnen 5 wichtige Eigenschaften guter Führleinen präsentieren, die Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten.


1. Einsatzzweck

Es klingt banal, aber erst einmal sollte geklärt werden für was man die Leine benötigt. Zur Hunderziehung? Zur Jagd? Für den alltäglichen Spaziergang oder doch für die mehrtägige Alpüberquerung?

2. Hunde-Typ und Charakter

Anschließend, was für einen Hund möchte ich damit führen? Den ruhigen und eher gemütlichen Bernhardiner, der etwas mehr Leinenraum benötigt, den leichten aber unruhigen Yorkshire Terrier? Oder gar einen für die Jagd abgerichteten Beagle, der ordentlich an der Leine arbeitet und Zug darauf bringt?

3. Wo wird die Leine befestigt?

Hundehalsband, Hundegeschirr oder Schnauzenhalsband? Nicht jede Leine ist für jede Ausrüstung gleich empfehlenswert, für ein Schnauzenhalsband darf es keine 2,5cm breite, verstellbare Führleine mit schwerem Karabiner sein, genau so wenig sollte ein 35kg schwerer Labrador Retriever nicht an einer schmalen 1,5cm Kurzführer oder gar an einer Flexileine via Halsband oder Geschirr geführt werden.

4. Nylon oder Leder?

Das entscheidet bis zu einem gewissend Grad das eigene Budget, Nylon sind robuste Allrounder für kleines Geld während Lederleinen bei guter Pflege sehr lange halten. Leder-Hundeleinen haben den Vorteil, sobald sie geölt sind, daß sie auch im feuchten Zustand länger Formstabil bleiben und damit eine bessere Griffigkeit bieten, Nylonleinen nutzen sich bei Feuchtigkeit im Abrieb schneller ab, was sie ausgefranst und unangenehm in der Handhabung macht.

5. Markenware oder No-Name?

Klar, der alte Streit: Der ein oder andere schwört auf No-Name Produkte, die halten schon. Eine No-Name Hundeleine muss nicht zwangsläufig eine schlechte Wahl sein. Im Bereich der Verarbeitungsqualität gibt es aber ganz erhebliche Unterschiede, die die Langlebigkeit der Leine beeinflussen, darüber hinaus gerade bei Lederleinen stellt sich die Frage: Echtes Leder oder Kunstleder? Gerade Leder-Imitate mit aufgpresster Lederstruktur halten oft nicht, was sie versprechen: Das Material lässt sich nicht ölen und ist gerade bei billigen Ost-Produktionen mit Weichmachern und Farbstoffen durchsetzt, die beim Schwitzen und Abrieb Ausschläge auslösen können, gerade wenn man täglich mit der Leine arbeitet ein nicht zu unterschätzender Faktor. Hier empfiehlt es sich, bei überschaubaren Budget lieber zu einer guten und bodenständigen Nylon-Leine zu greifen, die es bereits für unter 10 EUR auch von Markenherstellern wie HUNTER Smart oder Karlie gibt.

Im zweiten Teil werden wir die Einsatzzwecke und genaue Auswahl zwischen verstellbaren Führleinen und Kurzführleinen sowie Empfehlungen bezüglich Material, Breite, Länge und Verarbeitung der Leine im Hinblick auf die oberen 5 Punkte auflisten.

Tags: Hunde, Hundeleine, Leinen, Ratgeber

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